Die Legende des Heiligen Briccius

... oder wie Heiligenblut zu seinem Namen kam

Quelle bei der Bricciuskapelle auf der Sattelalm
Quelle bei der Bricciuskapelle auf der Sattelalm

Briccius stammte aus einem vornehmen Geschlecht des Königreichs Dänemark. Er kam schon als Knabe mit seinem Vater, der am kaiserlichen Hofe Kriegsdienste leistete, nach Konstantinopel – heute Istanbul. In Dänemark war das Christentum im Wachsen und so rief es Briccius zurück in seine Heimat.
Als Abschiedsgeschenk für seine Dienste war dem Kaiser nichts zu kostbar. So wünschte sich Briccius ein Fläschchen, das im Hochaltar der Sophienkirche aufbewahrt wurde und einige Tropfen des Heiligen Blutes enthielt.

Briccius legte Pilgerkleider an und schlug von einem Freunde gewarnt, Seitenwege ein. Er fühlte sich nicht sicher von den Nachstellungen der Griechen, die das Blut nur ungern aus ihrem Besitz gaben.
Über die Alpen wählte er den Weg über die Tauern in Richtung Salzburg, wo ihn eine Lawine überraschte, die zu seinem Tod führte.
Bauern waren von drei Weizenähren verwundert, die aus dem Schnee wuchsen. Sie sahen nach und fanden einen toten Mann. Sie befreiten den Leichnam aus dem Schnee und ließen ihn mit Ochsenkarren ins Tal ziehen. Begraben wurde der Leichnam dort, wo die Ochsenkarren plötzlich stehen blieben und nicht mehr weiter wollten. Dies war der Ort, wo heute die Kirche steht. Nach einiger Zeit bemerkte man, dass ein Fuß des Toten aus dem Grabhügel hervorragte. Man bemerkte an der Wade einen Verband und darunter eine tiefe Fleischwunde, die ein kleines Fläschchen verbarg. Der geheimnisvolle Fund wurde zusammen mit einer um die Brust gebundenen Urkunde , die man ebenfalls fand, dem Erzbischof gemeldet, dessen Antwort ins Licht brachte, welcher Schatz der Kärntner Kirche zu teil geworden war.
Bald wurde über dem Grab des seligen Briccius eine kleine Kapelle gebaut und ebenfalls eine an dem Ort, wo man den Leichnam gefunden hat.
Zur Grabstätte des Heiligen Briccius pilgern seit Jahrhunderten viele Gläubige aus den angrenzenden Bundesländern und bei so manchen sollen auch bei seinem Grab – der Überlieferung nach – Wunderzeichen geschehen sein.

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Grab des hl. Briccius in der Krypta

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